Wasser ist in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie überall. Es fließt durch Produktionsanlagen, sorgt für Hygiene, temperiert Prozesse, kühlt Systeme und wird nicht selten sogar Teil des Produkts. Und genau deshalb ist Wasser in dieser Branche kein Nebenthema, sondern einer der entscheidenden Faktoren dafür, ob Prozesse zuverlässig laufen und am Ende ein gleichbleibend hochwertiges Produkt im Regal steht.
Das Problem: Wasser fällt erst dann auf, wenn es Schwierigkeiten macht. Wenn plötzlich Ablagerungen auftreten, Reinigungen immer häufiger notwendig werden oder sich Prozessparameter verändern. Wenn Abwasserwerte überschritten werden oder Kosten durch Verbrauch und Chemieeinsatz steigen. Dann wird schnell klar: Wasser ist nicht nur eine Ressource. Es ist ein wichtiger Faktor, der aktiv gemanagt werden muss.
Hygiene und Prozessstabilität
In der Food & Beverage Industrie gelten zu Recht besonders hohe Standards. Denn Hygiene ist in dieser Branche unverzichtbar. Gleichzeitig ist der Alltag in Produktionsanlagen anspruchsvoll: Wasser durchläuft viele Stationen, wie z.B. Leitungen, Tanks, Wärmetauscher und verschiedene Temperaturbereiche. Genau diese wechselnden Bedingungen machen es Biofilm leicht. Wenn die Wasserqualität schwankt oder die Fahrweise nicht optimal eingestellt ist, kann sich mikrobiologisches Wachstum schneller entwickeln und möglicherweise festsetzen.
Biofilm ist dabei weit mehr als ein „Schmutzproblem“. Er kann die Wärmeübertragung verschlechtern, zu mikrobiologischen Risiken führen und gleichzeitig den Reinigungsaufwand massiv erhöhen. Das Ergebnis sind häufigere Reinigungen, höhere Chemie- und Wasserverbräuche und im schlimmsten Fall Produktionsunterbrechungen.
Der Schlüssel liegt deshalb nicht in „mehr reinigen“, sondern in besser überwachen und gezielter steuern. Genau hier setzt die INWATEC an: Mit dem INWAsense Biofilm-Sensor wird Biofilmbildung kontinuierlich messbar. Ergänzend sorgt der INWATROL expert Wassermonitor für die Überwachung der Wasserqualität. Die gemessenen Parameter lassen sich an die jeweilige Anlage und Anwendung anpassen. Typische Beispiele sind pH-Wert, Leitfähigkeit, Redox-Potenzial und weitere relevante Prozesskennzahlen. So entstehen nicht nur Daten, sondern echte Entscheidungsgrundlagen: Wann ist ein Eingriff notwendig? Und wann kann man sicher weiterfahren?
Besonders deutlich zeigt sich das in Bereichen, in denen Wärme und Wasser zusammenkommen, etwa bei Pasteuren. In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine kontinuierliche Biofilmüberwachung und eine datenbasierte Behandlung helfen können, Reinigungsintervalle deutlich zu verlängern. Bei einer großen Brauerei konnte mit Hilfe dieses Konzepts die Reinigungsfrequenz eines Pasteurs von zwei Wochen auf sechs bis acht Wochen verlängert werden bei gleichzeitig stabiler Hygiene und Prozesssicherheit.
Viele Betriebe reagieren bei Wasserproblemen erst dann, wenn Symptome sichtbar werden: steigende Verbräuche, Ablagerungen, Biofilm, schwankende Werte oder Grenzwertüberschreitungen. Doch in modernen Produktionsumgebungen ist „reagieren“ oft die teuerste Strategie, weil es meist mit ungeplanten Stillständen, erhöhtem Reinigungsaufwand oder Qualitätsrisiken verbunden ist.
Abwasser und Ressourcen
Die Food & Beverage Industrie ist nicht nur wasserintensiv, sondern es fällt häufig auch Abwasser mit hoher Belastung an. Proteine, Fette, Stärke sowie Zucker führen zu komplexen Abwasserströmen, deren Zusammensetzung je nach Produkt, Produktionsphase und Reinigung stark schwanken kann. Die Folge: Der Aufwand für stabile Einleitwerte und wirtschaftliche Behandlung steigt, ebenso wie die Kosten.
Die INWATEC unterstützt Betriebe dabei mit abgestimmten Verfahren und Produkten zur Abwasserbehandlung, zum Beispiel durch Flockung und gezielte Abtrennung von Feststoffen und Flüssigkeiten. Besonders in stark organisch belasteten Abwässern helfen Polymere dabei, Feststoffe zu binden, die Abwasserqualität zu verbessern und die Prozesse insgesamt wirtschaftlicher und nachhaltiger zu gestalten.
Wichtig dabei: In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie gelten hohe Anforderungen. Nicht nur an Hygiene und Wirksamkeit, sondern auch an die Zulässigkeit eingesetzter Produkte. Die INWATEC hat deshalb eigene, speziell entwickelte lebensmittelkonforme Produkte im Einsatz, die den gesetzlichen Anforderungen für Anwendungen in der Food & Beverage Industrie entsprechen und auf die Bedingungen dieser Branche ausgelegt sind.
Dampfkessel
Neben Hygiene und Produktqualität spielt Wasser auch im Dampfkessel eine entscheidende Rolle. In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist Dampf für Erhitzungsprozesse, Pasteurisierung, Sterilisation und Reinigung unverzichtbar. Umso gravierender sind die Auswirkungen, wenn die Wasserqualität im Kesselsystem nicht stimmt.
Ablagerungen, Korrosion oder Schaumbildung im Dampfkessel führen nicht nur zu einem höheren Energieverbrauch, sondern können auch die Betriebssicherheit gefährden und ungeplante Stillstände verursachen. Schon wenige Millimeter Kesselstein wirken wie eine Isolationsschicht und treiben den Energiebedarf deutlich in die Höhe. Gleichzeitig steigen Wartungsaufwand und Risiko für Schäden an Kessel, Armaturen und nachgeschalteten Systemen.
Auch hier gilt: Probleme entstehen meist schleichend und werden oft erst erkannt, wenn Effizienzverluste oder Störungen bereits spürbar sind. Eine gezielte Wasseraufbereitung und kontinuierliche Überwachung der relevanten Parameter ist deshalb entscheidend, um Dampfkessel effizient, sicher und langlebig zu betreiben.
Die INWATEC unterstützt Betreiber dabei mit abgestimmten Konzepten für die Kesselwasserbehandlung. Dazu gehören speziell entwickelte Produkte zur Vermeidung von Ablagerungen und Korrosion, ebenso wie Monitoringlösungen, mit denen kesselrelevante Wasserparameter wie zum Beispiel der Sauerstoffgehalt im Wasser kontinuierlich überwacht werden können.
Praxislösungen für Food & Beverage
Die INWATEC unterstützt Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit praxiserprobten Konzepten zur Wasser- und Abwasserbehandlung, die auf Prozessstabilität, Hygiene und Ressourceneffizienz ausgerichtet sind. Dabei geht es nicht um Einzellösungen, sondern um das Zusammenspiel aus Wasserqualität, Monitoring, gezielter Behandlung und dokumentierbaren Prozessen angepasst an die Anforderungen der jeweiligen Produktion.
Ob Biofilmüberwachung mit INWAsense, kontinuierliche Wasserqualitätskontrolle mit INWATROL expert oder speziell entwickelte Produkte für die Anwendung im Food-&-Beverage-Umfeld: Unser Ziel ist immer dasselbe: Wasser so zu führen und zu behandeln, dass Hygiene sicher bleibt, Anlagen stabil laufen und Ressourcen messbar eingespart werden.
Wenn Sie Ihr Wassermanagement optimieren möchten, unterstützen wir Sie gern. Von der Analyse über die Konzeption bis zur laufenden Betreuung.


