Kühlwasser oder kühlwasserführenden Anlagen(teile) geraten oft nur dann in den Focus des Betreibers, wenn diese Probleme im Produktionsprozess verursachen. Diese Probleme äußern sich meistens nur dadurch, dass anlagenspezifische, betrieblich notwendige Parameter nicht mehr eingehalten werden können.

Da diese Erscheinungen meist langsam, aber kontinuierlich auftreten, werden die ersten Anzeichen dieser Probleme oft nicht erkannt bzw. im Produktionsprozess durch energetisch aufwendige und kostenintensive Maßnahmen ausgeglichen - oder gar versteckt.

Verändertes Parameter Problem
Temperatur verminderter Wärmeübergang am Wärmetauscher
Druck zu hoher Differenzdruck am Wärmetauscher, verursacht durch Verengung der Durchflusskanäle
Durchflussmenge Rohrquerschnitte verringern sich durch Ablagerungen

Ab einem gewissen Punkt muss sich allerdings jeder Betreiber fragen, wieso seine Anlage nicht mehr den ursprünglich eingestellten Parametern entspricht oder warum er zusätzlich auffällige Kosten durch erhöhten Wasserverbrauch hat.

Im schlimmsten Fall muss die Anlage abgestellt werden, da ein Betriebsteil nicht mehr funktioniert: sei es der Zusammenbruch der vollkommen verkalkten Einbauten im Kühlturm oder aber der Wärmetauscher lässt kein Kühlwasser mehr durch.

Die Ursachen dieser Probleme lassen sich in der Regel auf Ablagerungen im Kühlwassersystem zurückführen, welche allerdings unterschiedlicher Natur sind. Zum einen können es Kalkablagerungen oder allgemeine Sedimentations- bzw. Ablagerungsprodukte, zum anderen Oxidationsprodukte aus Korrosionsvorgängen der vorhandenen Anlagenmaterialien sein (z.B. Rost). Oft handelt es sich auch um biologische Probleme (so genannter Biofilm, begünstigt durch nährstoffhaltige Produkteinbrüche), die sich in Schleimbelägen oder den oft beobachteten „Algenvorhängen“ darstellen. 

Verursacht werden diese Ablagerungen oft durch eine ungeeignete (oder keine) Konditionierung des Kühlwassers, manchmal aber auch durch einen technischen Defekt.

Zur Störungsbehebung wird eine chemische Reinigung des Kühlwassersystems oder der einzelnen problembehafteten Anlagenteile zwingend notwendig, z.B. durch Entkopplung und Kurzschließung des betroffenen Wärmetauschers oder des Kühlturms mit seinen Einbauten.

Hier greift das Portfolio der INWATEC, indem wir unseren Kunden speziell auf ihre besonderen Bedürfnisse abgestimmte Reinigungsprogramme anbieten können.

Diese können parallel zu allgemeinen betrieblichen Stillstands- bzw. Reparatur-arbeiten unter Verwendung von INWATEC-eigenem Equipment durchgeführt werden. Eine alternative Möglichkeit besteht im laufenden Betrieb unter Wärmelast und bei Verwendung der vorhandenen Anlagentechnik in einer so genannten „schonenden Reinigung“ über einen längeren analytisch begleiteten Zeitraum.

Prinzipiell unterscheiden sich die Reinigungen bzw. unsere Reiniger in ihren Hauptwirkstoffkomponenten:

  • Sauer eingestellte Produkte zur Reinigung von Kalkablagerungen oder anderen Sedimenten
  • Organische bzw. oxidativ wirkende Produkte zur Reinigung von biologischen Belägen oder anderen biologischen Belastungen

Allen gemeinsam sind die korrosionsinhibierenden, dispergierenden und schaumverhindernden Komponenten, deren Zusammenstellung individuell für jeden Kunden erfolgt.

Hierzu wird im Vorfeld zusammen mit dem Kunden festgelegt, um welche Art von Problemen es sich handelt. Dabei spielt vor allem die Zusammensetzung der Beläge eine Rolle, welche durch eine Analyse ermittelt werden können. Die verbauten Materialien wie z.B. Buntmetalle oder spezielle Kunststoffe werden dabei ebenso berücksichtigt, wie besondere Wünsche, individuelle Möglichkeiten und behördliche Auflagen des Kunden.