Im Aluminiumguss kommt es durch eine unregelmäßige Abkühlung des frisch gegossenen Barrens oft zu Rissen im Material: der Barren wird unbrauchbar und muss unter hohem Energieaufwand wieder eingeschmolzen werden. Dieser Aluminiumschrott führt zu einer Senkung der Produktivität der Gießanlage und steigert die allgemeinen Produktionskosten.

Im Kokillengussverfahren für Aluminiumbarren wird das flüssige Aluminium im Kokillenrahmen abgekühlt. Die Rahmen sind mit Kokillenöl beaufschlagt. Die Oberfläche des erstarrenden Barrens wird zusätzlich direkt mit Gießwasser abgekühlt. Dabei nimmt das Gießwasser einen Teil des Kokillenöls auf, bevor es über einen offenen Verdunstungskühlturm rückgekühlt wird. Dies kann zu einer inhomogenen Abkühlung der Barrenoberfläche führen und begünstigt das Entstehen von Rissen.

INWATEC hat ein chemisches Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe eine Vergleichmäßigung der Gießwasserqualität erzielt wird. Dabei werden die Gießwasserinhaltsstoffe, vor allem das verwendete Kokillenöl, homogen dispergiert. Die Absenkgeschwindigkeit des Barrens in der Kokille und die Kühlwassermenge können jetzt auf ein Gießwasser abgestimmt werden, welches die Barrenoberfläche gleichmäßiger abkühlt. Die Rate an gerissenen Barren kann hierdurch drastisch reduziert werden.