Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte hat sich in vielen Flusssystemen und Küstenregionen die Wasserqualität signifikant verbessert. Dies führt zu einer Begünstigung des Muschelwachstums – wasserführende Systeme können verstopfen.

Dabei ist es insbesondere die Zebramuschel (Dreissena polymorpha), welche sich zunehmend vermehrt und in Wasserrohrnetzen zur Verblockung von Rohrleitungen und Armaturen führt. Neben der Behinderung des Wasserdurchflusses führt dies auch zu Minderung der Kühlleistung von Wärmetauschern in Kühlsystemen und zu Korrosionsschäden im gesamten Wassernetz.

Physikalische Methoden zur Verhinderung des Muschelbefalls wie eine Vollstromfiltration über Kiesfilter und Siebe oder spezielle Pumpen führen lediglich zu Teilerfolgen, da unabhängig von den Muscheln weiterhin deren Larven in verschiedenen Wachstumsstadien das Wassernetz besiedeln und sich dort vermehren. 

Chemische Behandlungsmethoden wie der Einsatz von Bioziden auf der Basis von Chlor und Brom haben sich als wirksam erwiesen. In vielen Anwendungsfällen wie z.B. in Durchlaufkühlsystemen ist jedoch der Einsatz solcher Substanzen mittlerweile behördlich untersagt.

INWATEC hat ein effektives chemisches Behandlungsverfahren zur Verhinderung des Muschelwachstums in Rohrleitungen entwickelt. Dabei werden kontinuierlich oder diskontinuierlich durch den Einsatz eines katalysierten Wasserstoffperoxides die Muschellarven abgetötet, Biofilme im Rohrnetz bekämpft und Muscheln an der Anheftung bzw. Vermehrung gehindert. Das Einsatzkonzept ist äußerst umweltfreundlich und wird in enger Zusammenarbeit mit der jeweils zuständigen Behörde auf die lokalen Anforderung abgestimmt.