Neben der chemischen Konditionierung von Kühlwässern mit Chemikalie besteht auch die Möglichkeit der Voraufbereitung der Zulaufwässer durch Aufbereitungsanlagen.

Filtration

Die Filtration schützt das Rohrleitungsnetz vor grob- und feinkörnigen Verunreinigungen.
Diese Verunreinigungen sind die Hauptursache für Lochfraßschäden, da sie elektrochemische Elemente bilden, wenn sie sich auf metallischen Oberflächen ablagern.

Siebfiltration   Entfernung von kleineren Mengen festen Verunreinigungen
Filtrationsbereich 0,2 - 100 µm bei Tiefenfiltration
Filtrationsbereich 105 – 500 µm bei Rückspülfilter
Festbettfiltration   Entfernung von größeren Mengen festen ungelösten Verunreinigungen.
Fitrationsbereich 80 - 500 µm bei Kiesfiltration
  • Enteisenung
  • Entmanganung
  • Entsäuerung
 

Enthärtung

Die klassische Enthärtung mit Ionenaustauschern liefert durch Austausch der Härtebildner Kalzium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen ein wirklich weiches Wasser mit den entsprechenden Vorteilen:

  • keine Kalkablagerungen,
  • weniger Verbrauch an Konditionierungschemikalien,
  • Einsparung von Reinigungs- und Instantsetzungskosten
  • sicherer Betrieb

Enthärtungsanlagen werden als Einzelanlagen für Chargenbetrieb ausgeführt. Während der Regeneration nach eine Betriebszeit von ca. 8 Stunden steht für ca. 120 Min. Kein Wasser oder nur Hartwasser zur Verfügung.

Bei permanentem Weichwasserbedarf werden Doppelfilter-Enthärtungsanlagen eingesetzt. Ein Filter ist in Betrieb, ein Filter in Regeneration oder Standby.

Bei der Montage einer Wasserenthärtungsanlage ist zu beachten, dass zur Entfernung des Spülwassers bei der Regeneration ein Kanalanschluss erforderlich ist.

Membrananlagen

Typische Aufgabenstellungen für den Einsatz von Membrananlagen sind die Brauchwasseraufbereitung, das Wasserrecycling, die Konzentration von Wertstoffen, das Spülwasserrecycling, die kontinuierliche Badpflege, selektive Stofftrennungen sowie die Abwasserbehandlung.

Man unterscheidet hier zwischen:

  • Mikrofiltration
  • Ultrafiltration
  • Nanofiltration
  • Umkehrosmose

Mikro –und Ultrafiltration sind ein rein physikalisches Membran-Trennverfahren zur Abscheidung von Makromolekülen und kleinen Partikel sowie Suspensionen und Emulsionen. Nach dem Prinzip des mechanischen Größenausschlusses (Filtrationsprinzip) werden bei Mikro- bzw. Ultra-Filtration alle Partikel in den Fluiden, die größer als die Poren der Filtermembran sind, von dieser zurückgehalten. Treibende Kraft dabei ist der Differenzdruck zwischen Zulauf und Ablauf an der Filterfläche.

Nanofiltration ist ein rein physikalisches Membran-Trennverfahren (Cross-Flow Filtration) zur Abscheidung von Mikro-Molekülen und höherwertigen Ionen. Sie ist eine effiziente Methode zur Teilenthärtung von Wässern, Entfernung von Schwermetallen und anderen Verunreinigungen aus Industriewässer.

Umkehrosmose ist ein rein physikalisches Membran-Trennverfahren (Cross-Flow Filtration) zur Abtrennung von Ionen. Sie ist eine effiziente Methode zur Entsalzung von Wässern, Entfernung von gelösten Schwermetallen und anderen gelösten Verunreinigungen aus Industriewässer.

Die Übergänge der Verfahren sind fließend:

Mikro-Filtration   Porenbereich der Membranen bis zu 0,1 μm
Ultra-Filtration   Porenbereich der Membranen von 0,1 – 0,01 μm
Nanofiltration   Porenbereich der Membranen von 0,01 – 0,001 μm
Umkehrosmose   Porenbereich der Membranen von 0,001 – 0,0001 μm